Ein kreatives Projekt zur Förderung des interkulturellen Lernens: Nachhaltigkeit und Sprachvielfalt
Wie Schüler*innen ein Mini-Wörterbuch erstellten
Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der weitaus mehr als nur Umweltschutz umfasst. Er steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, für soziale Gerechtigkeit sowie für wirtschaftliche Stabilität. Im Rahmen des Deutschunterrichts wurde dieser vielschichtige Begriff als Ausgangspunkt für eine kreative und sprachübergreifende Aufgabe verwendet, die nicht nur das Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärft, sondern auch die Sprachvielfalt und interkulturelle Kommunikation fördert.
Das Konzept der Aufgabe
Die Lehrkraft begann den Unterricht, indem sie das Wort „Nachhaltigkeit“ in großen Buchstaben an die Tafel schrieb. Aufgabe der Schüler*innen war es, für jeden Buchstaben des Wortes ein neues Wort zu finden. Dabei sollten die Begriffe in irgendeiner Weise thematisch mit Nachhaltigkeit und ihren Prinzipien verbunden sein. Es war nicht notwendig, dass die Wörter eine direkte Übersetzung darstellen; vielmehr sollten sie durch ihre Bedeutung oder ihren Bezug den Begriff facettenreich erweitern.
Ein kreativer Prozess
Die Schüler*innen ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Für den Buchstaben „N“ wählten einige „Natur“, andere „Nachdenken“. Der Buchstabe „A“ wurde oft mit „Alternativen“oder“Aktion” verbunden, während „C“ mit „Chancen“ assoziiert wurde. Der Unterricht war nicht nur ein sprachliches Experiment, sondern auch ein Anlass zur thematischen Diskussion. Die Schüler*innen tauschten sich darüber aus, welche Werte und Ansichten sie mit Nachhaltigkeit verbinden und wie diese in verschiedenen Kulturen interpretiert werden könnten.
Übersetzung ins Griechische
Nachdem die Schüler*innen ihre Liste der Wörter vervollständigt hatten, war der nächste Schritt die Übersetzung ins Griechische.
Zusammenarbeit mit Partnerschulen
Das fertige griechische Wörterbuch war jedoch nicht das Ende des Projekts. Es wurde an die Partnerschulen des Erasmus-Projektes weitergeleitet, die ebenfalls einen kreativen Beitrag leisten sollten. Die Schüler*innen dort hatten die Aufgabe, die deutschen Begriffe in ihre eigene Sprache zu übersetzen und zu ergänzen. So entstand eine interkulturelle Sammlung von Begriffen, die Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete.
Die Ergebnisse
Am Ende des Projekts lag ein beeindruckendes Mini-Wörterbuch vor, das in mehreren Sprachen eine Vielzahl von Begriffen rund um Nachhaltigkeit und ihre Werte vereinte. Die Schüler*innen hatten nicht nur ihre Kreativität und Sprachkenntnisse erweitern können, sondern auch die Gelegenheit, mit den Erasmus- Partnern aus Ungarn, Italien und der Slowakei zu kommunizieren. Das Projekt förderte den Austausch und zeigte, wie Themen wie Nachhaltigkeit Menschen weltweit verbinden können.
Reflexion und Bedeutung
Dieses schulische Projekt war ein Paradebeispiel dafür, wie Sprachunterricht mehr sein kann als nur Grammatik und Vokabeln. Es verband Umweltbewusstsein, Kreativität und interkulturelles Lernen und regte die Schüler*innen dazu an, sich über die Grenzen ihrer eigenen Sprache und Kultur hinaus Gedanken zu machen. Das entstandene Mini-Wörterbuch ist nicht nur ein Ergebnis des Unterrichts, sondern auch ein Symbol für Zusammenarbeit und den Wert der Vielfalt.
Abschließend lässt sich sagen, dass Projekte wie dieses im Schulunterricht eine hervorragende Möglichkeit sind, globale Herausforderungen wie Nachhaltigkeit auf kreative und zugängliche Weise zu thematisieren. Sie bereichern nicht nur den Unterricht, sondern auch das Bewusstsein der Schüler*innen für die Welt, in der sie leben.





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